Strecke Beucha - Brandis

Die Strecke Beucha - Brandis ist ein Teilabschnitt der Schienenverbindung von Beucha über Brandis nach Trebsen. Der Personenverkehr wurde aber bereits ab 1997 auf die Strecke Beucha - Brandis reduziert und schließlich im Jahr 2006 ganz eingestellt.

Als Herr Andreas Kurth am 29.12.2005 auf einer Rückreise aus Ostsachsen die Strecke von Brandis nach Beucha bereisen konnte, war die Einstellung des Reisezugbetriebes bereits angekündigt - auch wenn sie sich schließlich um fast ein Jahr verzögerte. Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Andreas Kurth für die Veröffentlichung der nachfolgenden Aufnahmen von jenem kalten Dezembertag - bereits ein Jahr später konnten Zug und Fahrgäste in Brandis nicht mehr angetroffen werden...


(C)A.Kurth

Auf relativ gering frequentierten Nebenbahnen ist häufig zu beobachten, dass zunächst ein modifiziertes Betriebskonzept entwickelt wird, um den volkswirtschaftlichen Nutzen vermeintlich zu steigern. Dieses modifizierte Betriebskonzept hatte dazu geführt, dass die Einstellung der Personenverkehrsleistungen zwischen Brandis und Trebsen zunächst durch eine erhebliche Angebotsverbesserung zwischen Brandis und Beucha möglichst kompensiert worden war. So war zunächst ein Stundentakt und später sogar eine stündliche Verlängerung der Züge von/bis Leipzig Hbf. eingeführt worden. Hierzu wurden die Triebwagen aus/nach Brandis bzw. Döbeln jeweils im Bahnhof Beucha geflügelt. Zwischen Beucha und Leipzig Hbf. musste dementsprechend stets zweiteilig gefahren werden.

So konnte zwar eine zweifelsfrei attraktive Direktverbindung geschaffen werden, aber es blieb das Problem des Verhältnisses zwischen Aufwand und Nutzen eines solchen Betriebskonzeptes. Denn immerhin wurden nun Fahrzeuge für einen Umlauf von Brandis bis nach Leipzig und zurück benötigt sowie ein Personenverkehr mit Stundentakt zwischen Beucha und Brandis gefahren - und das allein für die Nutzer des Bahnhofes Brandis. Dabei wohn(t)en in ganz Brandis lediglich etwa 5.000 Einwohner, die wiederum auch nicht alle in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof wohn(t)en... Bei einem solchen Betriebskonzept hätte wohl mindestens jede/r 5. Einwohner/in von Brandis täglich mit der Bahn fahren müssen, um ein günstigeres Kosten-Nutzen-Verhältnis dieses Betriebskonzeptes zu erreichen...