Strecke Bergisch Born - Wipperfürth - Marienheide

Der Personenverkehr wurde zwischen Marienheide und Wipperfürth Ost am 01.07.1985 und zwischen Wipperfürth Ost und Bergisch Born am 31.05.1986 eingestellt. Im Jahr 1986 erfolgte dann auch bereits im Spätherbst der Gleisabbau zwischen Marienheide und Wipperfürth, während der Streckenabschnitt Wipperfürth - Bergisch Born noch rund ein Jahrzehnt im Schienengüterverkehr weiterhin bedient wurde.


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Die Reststrecke von Wipperfürth nach Bergisch Born wurde im Jahr 2008 aus der ÖPNV-Planung NRW herausgenommen und kurz darauf auch hier mit dem Gleisrückbau begonnen. Die nachfolgenden Aufnahmen dokumentieren den Gleisabbau am Karnevalsdienstag 2011, den 08.03.2011.


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Karnevalistische Fröhlichkeit konnte der Betrachter hier allerdings nicht gewinnen...


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Das große Bahnhofsareal war an diesem Tag bereits fast "gleisfrei":


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Zuletzt noch ein Rückblick ins Jahr 1979: Das Kursbuch umfasste seinerzeit noch für die Kursbuchstrecke 412 Montag - Freitag insgesamt 7 Zugfahrten von Remscheid-Lennep über Wipperfürth, Marienheide und Gummersbach bis nach Dieringhausen, die ausschließlich mit Triebwagen (2.Klasse) gefahren wurden. Die Fahrtzeit betrug zwischen Remscheid-Lennep und Marienheide etwa 50 Minuten. Wer beispielsweise morgens um 05:42 Uhr mit dem ersten Triebwagen ab Lennep fuhr, erreichte Wipperfürth um 06:10 Uhr, Marienheide um 06:30 Uhr und Dieringhausen um 06:48 Uhr. Unterwegs kreuzte dieser Zug - hier im Bahnhof Wipperfürth! - planmäßig den Frühzug von Dieringhausen (ab 05:28 Uhr) nach Remscheid-Lennep (an 06:39 Uhr).

Obgleich die Kursbuchstrecke 412 noch als "Wuppertal - Remscheid-Lennep - Dieringhausen und zurück" angegeben war, wurde lediglich eine der sieben Zugfahrten auch tatsächlich durchgehend ab Wuppertal-Vohwinkel über Wuppertal-Oberbarmen angeboten (Mo-Fr. 08:15 Uhr ab Vohwinkel, Remscheid-Lennep an 09:03 Uhr / ab 09:11 Uhr, Dieringhausen an 10:16 Uhr). Ansonsten war nicht nur ein Umstieg in Remscheid-Lennep notwendig, sondern teilweise auch eine Aufenthaltszeit von etwa einer halben Stunde.
Der letzte Triebwagen des Tages startete Montag - Freitag um 17:52 Uhr bzw. am Samstag bereits um 13:07 Uhr ab Remscheid-Lennep. Der Sonntagsverkehr war - wie auf vielen Nebenbahnen der 70er Jahre - bereits eingestellt worden.



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Wer 1979 in Wipperfürth auf den Zug wartete, konnte noch in Richtung Marienheide zu den Bahnstationen nach Wipperfürth Ost (Bedarfshalt), Egerpohl (Bedarfshalt), Klaswipper (Bedarfshalt), Ohl-Rönsahl und Gogarten (Bedarfshalt) reisen - oder in Richtung Remscheid-Lennep zu den Bahnstationen nach Wipperfürth West, Hämmern, Bevertalsperre, Hückeswagen, Winterhagen und Bergisch Born. Neben Wipperfürth war seinerzeit auch noch Hückeswagen planmäßiger Kreuzungsbahnhof, der im Personenverkehr für die Kreuzung der Mittagszüge um 13:25/13:26 Uhr sowie der "Feierabend"-Züge um 17:28/17:29 Uhr genutzt wurde.