Letzte große Schienenbusreise ab Zittau

Nachdem die Sächsisch-Böhmische-Eisenbahngesellschaft (SBE) ihre bis Dezember 2010 eingesetzten Schienenbusse noch zunächst in Zittau belassen hatte, sollte im Frühjahr 2011 die Umstationierung zu den neuen Einsatzgebieten bzw. neuen Eigentümern erfolgen. Der "Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehres" nutzte diese letzte Gelegenheit, um zwei Tage vorher noch eine letzte große Reise mit zwei der Schienenbusse durch die tschechische Republik zu unternehmen. Zum Einsatz kamen hierfür am Ostermontag, den 25.04.2011, "VT 52" - und natürlich auch "VT 51" mit tschechischen Webeanschriften. Los ging`s über die ehemalige SBE-Einsatzstrecke von Zittau über Chrastava nach Liberec:


Zum allerletzten Mal nach 8 Jahren wartet VT 51 auf der Fahrt nach Liberec im Bahnhof Chrastava auf den Gegenzug.
Foto: A.Kurth

Am 27.04.2011, kehrten VT 51 und VT 52 (gemeinsam mit VS 32 und VT 58) dann Zittau - für immer? - den Rücken: Gegen 14:00 Uhr starten sie auf eine gemeinsame Rücküberführung von Ostsachsen in den Südwesten der Republik, wo sich ihre Wege trennten: VT 51 machte kurz Station in Hermeskeil und konnte bereits kurz darauf im planmäßigen Sonn- und Feiertagsverkehr der Pfalzbahn GmbH zwischen Neckarbischofsheim Nord und Hüffenhardt Nord ("Krebsbachtalbahn") angetroffen werden. VT 52 und VS 32 kehrten demgegenüber wieder dorthin zurück, wo sie bis zur Betriebsaufnahme der SBE in Zittau bis 2002 eingesetzt worden waren: Auf die Eifelquerbahn Gerolstein - Daun - Kaisersesch. Dort wurden sie kurz darauf wieder im SPNV-Freizeitverkehr im Einsatz und trafen dort auch wieder auf 796 784, mit dem sie sich auch schon im Jahr 2001 Zugleistungen in der Vulkaneifel geteilt hatten. "VT 52" alias 796 785 und 796 784 verbindet darüber hinaus, dass sie sich auch zu DB-Zeiten über Jahrzehnte gleiche Betriebsstellen teilten.
VT 58, ehemals 798 751, fand eine neue Heimat bei der EVG in Linz/Rhein.



Am Ostermontag, den 25.04.2011, dieselte VT 52 hier noch nahe Prag durch Tschechien.
Foto: A.Kurth

Das Reiseziel der Sonderfahrt war das bekannte Eisenbahnmuseum in Luzna u Rakovnika:



Foto: A.Kurth