Prignitz: Was möglich ist, wenn sich Menschen für die Bahn engagieren...
   

Abenstimmung in Pritzwalk - ohne Zugverkehr

Am Freitag, den 03.02.2017, gab DB Regio Nord Ost bekannt, dass der Zugverkehr auf der Strecke Wittstock - Pritzwalk - Wittenberge kurzfristig wegen Fahrzeugmangel ab Montag, den 06.02.2017, eingestellt und im Schienenersatzverkehr abgewickelt werde. Hierzu wurde ein Fahrplan im Schienenersatzverkehr veröffentlicht, der allein die Fahrtzeit von Wittstock nach Wittenberge um 60 Minuten (!) je Richtung verlängerte. Je nach Verbindung konnte sich dadurch aber auch insbesondere an Wochenenden die gesamte Reisezeit um bis zu 120 Minuten (!) verlängern.  Hinzu kam Beeinträchtigungen für Rollstuhlfahrer/innen, Fahrradfahrer/innen und die Mitnahme von Kinderwagen.

Bereits am Folgetag, den 04.02.2017, bat der "Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehres - www.pro-schiene.de" daher Verkehrsverbund, Bürgermeister und Landräte betroffener Städte bzw. Kreise um Unterstützung. Bereits am Montag, den 06.2017, erschien daraufhin in der "Märkische Allgemeine", Teilausgabe Ostprignitz-Ruppin, der Artikel "Linie RE 6: Bahn stellt Zugverkehr ein - wütende Reaktionen", in welchem u. a. Landrat Reinhardt die Situation als skandalös bezeichnete und auch die vom Arbeitskreis aufgeworfene Frage nach den Bemühungen um Ersatzfahrzeuge teilte. So fand das Schreiben des Arbeitskreises durch ein Zitat der "Märkischen Allgemeinen" auch den Weg in eine breitere Öffentlichkeit. Zudem wurden hier bereits erste Stimmen von Prignitzern aus einem sozialen Netzwerk zitiert.

Am gleichen Tag und auch an den Folgetagen berichteten auch diverse weitere Medien über die Situation, wobei sich u.a. ein Unternehmerverband, ein Bundestagsabgeordneter und mehrere Landtagsabgeordnete verschiedener Fraktionen für eine baldige Wiederaufnahme des Zugverkehres einsetzten. Nachdem laut Medienberichten zudem bereits eine Sondersitzung des Landtags gefordert worden war, bezog auch die zuständige Ministerin in der Presse eindeutig Stellung.

Nach etwa genau einer Woche folgte dann am Freitag, den 10.02.2017, erneut eine Pressemeldung der DB Regio Nord Ost: Der Zugverkehr könne bereits ab Mittwoch, den 15.02.2017, wieder aufgenommen werden, da es nun doch kurzfristig gelungen sei Ersatzfahrzeuge zu beschaffen.

An dieser Stelle sei einfach DANKE gesagt an alle, die sich in diesen Tagen erfolgreich für die Menschen in der Prignitz eingesetzt haben, welche auf die Bahn angewiesen sind und nun wieder wissen, wie sie pünktlich zur Schule, zur Arbeit oder zum Arzt kommen können. Wieder einmal ein Beispiel aus der Prignitz, dass bundesweit Vorbild dafür sein kann, was mit einem Engagement für die Schiene möglich ist.



Vier Touristikverkehre in Rheinland-Pfalz ruhen:

Hunsrückbahn:
 

 
Hunsrückbahn:
 
Einstellung des Zugverkehres Türkismühle - Hermskeil

 
Brexbachtalbahn:

Derzeit weiterhin für den öffentlichen Zugbetrieb gesperrt
   

Eifelquerbahn:

 
Strecke Gerolstein - Kaisersesch seit über 4 Jahren gesperrt!





 









 
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