Ist der Zug auf der "Eifelquerbahn" abgefahren? - ein trübes Regenbild aus Daun als Stimmungaufnahme zur aktuellen Situation
Hochsauerland:
 
Kyffhäuserbahn:
   
In Erinnerung
an die Bahn in Göllingen 
Eifelquerbahn:
 
Bürgerbeteiligung ist kein Bremsklotz
 
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Stellungnahme des Ak zur Förderung des Schienenverkehres vom 01.03.2013

Im Dezember 2012 hat sich der Dauner Kreistag mehrheitlich gegen eine Reaktivierung der "Eifelquerbahn" Gerolstein - Daun - Kaisersesch ausgesprochen. Der bisherige Betreiber gab kurz darauf bekannt, dass er keine Betriebsgenehmigung nach § 6 AEG für den Zeitraum ab dem 01.01.2013 mehr beantragt habe. Die Infrastruktur der Eifelquerbahn ist somit nun seit dem 01.01.2013 auf unbestimmte Zeit gesperrt, öffentliche Zugfahrten sind derzeit nicht mehr möglich - der vorläufige Tiefpunkt aller Bemühungen um eine Renaissance der 1991 im Personenzugverkehr stilllgelegten Eifelquerbahn.

Drehen wir die Uhr noch einmal in das Jahr 2011 zurück: Seinerzeit schien die Reaktivierung der Eifelquerbahn sicher. Die Wiederaufnahme des Personennahverkehres war im Rheinland-Pfalz Takt 2015 vorgesehen, die Ausschreibung der Verkehrsleistungen wurde zeitnah erwartet.

Dennoch setzten sich seinerzeit einige Autoren ehrenamtlich zusammen, um seitens des "Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehres" ein am 23.11.2011 auf www.pro-schiene.de veröffentlichtes "Alternativkonzept" zu entwerfen. Die Datei steht weiterhin im Original zum Download zur Verfügung:

Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehres im Vulkaneifelkreis - ein Alternativkonzept zur Reaktivierung der Eifelquerbahn

Denn die Autoren, die ausdrücklich von der Bedeutung der Reaktivierung der Eifelquerbahn für die gesamte Region überzeugt waren und sind, hatten schon seinerzeit den Eindruck, dass neue Impulse gesetzt werden müssten, um eine Optimierung des Nutzen-Kosten-Verhältnisses und eine breitere Unterstützung der Region zu erreichen.

Das Feedback war seinerzeit parteiübergreifend recht positiv.

Dennoch wurden die Anregungen des "Alternativkonzepts" nie aufgegriffen oder auch nur ernsthaft diskutiert.

Heute - 2013 - wissen wir, dass genau hier die Probleme liegen: Gegner der Reaktivierung argumentieren - unter Berufung auf ein zwischenzeitlich erstelltes, aber nie auch nur annähernd vollständig veröffentlichtes Gutachten - mit einem ungünstigen Nutzen-Kosten-Verhältnis und die Mehrheit im Dauner Kreistag stimmte gegen die Reaktivierung. Die Befürchtungen der Autoren des "Alternativkonzepts" haben sich somit leider vollumfänglich bewahrheitet.

Der "Arbeitskreis zur Förderung des Schienenverkehres" wünscht sich daher weiterhin und mehr denn je, dass die Impulse des "Alternativkonzepts" aufgegriffen werden, um eine transparente Planung mit öffentlicher Bürgerbeteiligung zu erreichen. Im Jahr 2013 wollen die Bürgerinnen und Bürger, die hoffentlich zukünftigen Nutzer des SPNV auf der Eifelquerbahn, mitreden:

Bürgerbeteiligung ist kein Bremsklotz, sondern Motor unserer Demokratie.

Hoffen wir, dass der Zug noch nicht abgefahren ist.

 i. V. Gabi Kerpen

(Anmerkung: Die Autorin lebte von 1998 bis 2012 selbst wenige 100 Meter vom Bahnhof entfernt in Darscheid)

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