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SPNV-Freizeitverkehre

Im Jahr 2001 verabschiedete die Verbandsversammlung des ZSPNV Rlp Nord nach einer etwa zweijährigen Diskussion einen Grundsatzbeschluss zur Bestellung von Zugverkehren auf Bahnstrecken im nördlichen Rheinland-Pfalz, die regulär nicht mehr im Personenzugverkehr bedient werden, um der Bedeutung des Verkehrsmittels Eisenbahn zur Mobilität in der Freizeit von Bürgerinnen und Bürgern gerecht zu werden. Denn dieses neue Angebot sollte sich an die Zielgruppe richten, welche saisonal an Wochenenden in bzw. durch Ausflugsregionen reisen möchte.

Bestellt wurden daraufhin zunächst Zugverkehre auf den Strecken:

Linz - Kalenborn ("Kasbachtalbahn")
Brohltal-Schmalspurbahn
Gerolstein - Kaisersesch ("Eifelquerbahn")

Jeweils wurde ein Verkehrsvertrag mit dem betreffenden Eisenbahnverkehrsunternehmen abgeschlossen, dass zur Produktion der Leistungen einen Zuschuss je Fahrtkilometer erhielt.

In den Folgejahren wurde zunächst ein festes Haushaltsbudget eingerichtet und eine Grundlage zur jährlichen Verlängerung der Bestellung ohne die Notwendigkeit eines neuen Beschlusses durch die Verbandsversammlung ehe 2004 dann auch die Ausweitung der Verkehrsleistungen zur Diskussion gestellt wurde. Scheiterte diese noch im ersten Anlauf, wurde die entsprechende Haushaltssperre auf der folgenden Verbandsversammlung jedoch aufgehoben und ermöglichte ab dem Jahr 2005 u.a. auch einen täglichen Verkehr auf Teilabschnitten der "Eifelquerbahn" in den Ferien zu bestellen. Das Budget für "SPNV-Freizeitverkehre" wurde verdoppelt und in den Folgejahren entwickelten sich zahlreiche neue Projekte: So wurde u.a. auch im Jahr 2009 unter dem Namen "Teufelslinie" auch die Bestellung von Verkehren auf der "Südeifelbahn" Erdorf - Bitburg Stadt diskutiert sowie eine Verlängerung der "Eifelquerbahn" bis Prüm. Auch die "Holzbachtalbahn" Altenkirchen - Dierdorf - Selters und die "Brexbachtalbahn" Grenzau - Siershahn gehörten zu weitren "Kandidaten". Geplant wurde vom Verbandsvorsteher des ZSPNV Rlp Nord daher zunächst ein offener Wettbewerb der Ideen und Projekte.


Im Dezember 2010 traf die Verbandsversammlung des ZSPNV Rlp Nord jedoch folgenschwer die Entscheidung, dass zukünftig grundsätzlich maximal 6 EUR je Zugkilometer bei Neuverkehren bezahlt werden sollten und davon auch 50% nur erfolgsabhängig. Die wirtschaftliche Absicherung für Auftragnehmer wurde also auf 3 EUR je Zugkilometer reduziert. Zum Vergleich: Im regulären, täglichen Verkehr plante der ZSPNV Rlp Nord zeitgleich noch Verträge über mehr als 10 EUR je Zugkilometer zu unterzeichnen. Kurios: Nicht zuletzt stimmten die Landräte für diesen Beschluss, in deren Landkreise dadurch die Bewerber für "Neuverkehre" in der Folgezeit deshalb aufgeben mussten (bspw. Landrat Dr. Streit, Eifelkreis Bitburg-Prüm).

Die Folge: Einzig auf der Strecke Morbach - Büchenbeuren kam 2012 zunächst noch ein "Neuverkehr" zu Stande, der dann aber bereits vor 2014 auch wieder eingestell werden musste. Vielmehr stellte sich heraus, dass die stets knapp gehaltenen Betriebskostenzuschüsse des ZSPNV Rlp Nord selbst bei den Bestandsverkehren nur ausreichten, wenn Infrastrukturkosten unberücksichtigt blieben. Die Folge: Bereits seit 2013 ruht der "SPNV-Freizeitverkehr" zwischen Gerolstein und Kaisersesch wegen Unbefahrbarkeit der Infrastruktur, obwohl der ZSPNV Rlp Nord seinerzeit noch für das Jahr 2013 weiterhin Verkehre bestellt hatte und die Verkehre gerne fortsetzen wollte...

Heute fördert der ZSPNV Rlp Nord aus dem Budget für "SPNV-Freizeitverkehre" nur noch regelmäßig Angebote im Brohl- und Kasbachal sowie darüber hinaus einzelne Sonderverkehre zu Großveranstaltungen und besondere Events.





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